Das oben Beschriebene ist alles nachvollziehbar und entbehrt daher auch nicht einem gewissen Verständnis für die Lage des Schweinemastbetreibers. Bei all dem darf aber dennoch die Frage erlaubt sein, warum in letzter Zeit immer häufiger von Skandalen, gerade in der Schweinemast berichtet wird. Und ich meine hier jetzt mal nicht nur die Berichte in den Mainstream-Medien, sondern vielmehr Berichte der NGO`s wie peta, Vier Pfoten, Albert Schweitzer Stiftung oder auch Pro Vieh. Gerade peta deckt in letzter Zeit immer häufiger Skandale in der Schweinemast auf.
Wenn in der Schweinemast nach Abzug der Kosten beim Betreiber gerade einmal ca. 5,-- bis 6,-- EUR Gewinn pro Schwein hängenbleiben, muss man sich nicht wundern, dass Betriebe immer größer werden, damit der Umsatz wieder stimmt. Oftmals frisst dann einfach nur noch die Gier das Hirn.
Dass dann dabei gewisse Qualitätsmerkmale auf der Strecke bleiben, zeigt immer wieder die Perversion dieses Systems.
Auch muss die Frage erlaubt sein, warum sich Landwirte überhaupt dazu entschließen, in die Schweinemast zu gehen. Immerhin ist Deutschland seit Jahren der größte Schweineerzeuger Europas mit einer regelrechten Überproduktion. Jedes Jahr landet daher gut ein Drittel des Schweinefleisches im Müll. Eine milliardenschwere Lebensmittelverschwendung - für die gut 20 Millionen Schweine in Deutschland umsonst gezüchtet, gemästet und (teilweise qualvoll) geschlachtet werden.
Das immer wieder gern genutzte Argument der Mastbetreiber, viele Menschen hätten Hunger und müssten essen, greift daher in keinster Weise.
Allein aus ethischen Gründen kann ich es bei dem oben Angeführten nicht nachvollziehen, dass Menschen Tiere, in diesem Fall Schweine, bei zumeist unterirdischen Bedingungen halten und mästen, um sie dann in einem Alter von lediglich ca. 6 Monaten einem Schlachtbetrieb zuzuführen, wohlwissend, dass dort Quälereien an der Tagesordnung sind.
Umgerechnet auf ein Menschenleben ist das Schwein zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ca. 15 Monate alt. Es werden also Baybs geschlachtet.
Ganz abgesehen davon, dass Schweine mit zu den intelligentesten Tieren gehören und als mindestens so klug wie 3-jährige Kinder gelten.