Habe ich auch nicht gerne gemacht, obwohl es sehr abwechslungsreich war. Ich gehe seit 1 Jahr zur Rheumaliga zur Gymnastik. Das ist nicht zu anspruchsvoll und das kriege ich gut hin. Dazu habe ich auch ein Rezept über 2 Jahre bekommen.
Heute habe ich mich mal in Bewegung gesetzt und 2 Anlaufstellen begutachtet für Rehasport.
Die eine Einrichtung sah aus wie ein Fabrik und dort wurden Menschen durchgeschleust wie in einem Science-Fiction Film.
So viele kranke Menschen dachte ich und nix wie wieder weg.
Die 2. Einrichtung war eine ganz kleine Physiopraxis mitten am Wall und etwas versteckt.
Ein Insider Tipp sozusagen.
Aber diese Gruppe mit 10 Leuten war leider schon voll.
Habe mich dort auf die Warteliste vermerken lassen falls, jemand abspringt.
Das könnte mir gefallen und wäre eine Option, mich in Bewegung zu setzten, obgleich es sehr weit für mich wäre.
Ich habe noch einen interessanten Ansatz mitgebracht und deckt sich viel mit mir, was über Rheuma-Charaktere beschrieben wird.
Die Persönlichkeit des Rheumatikers betrachtet von Dahlke und Dethlefsen
Krankheit und Charakter stehen immer in Wechselwirkung!
Anders ausgedrückt:
Prägt die Persönlichkeit des Rheumatikers sein eigenes
Krankheitsbild?
Falls ja: Könnte dies bedeuten, dass der Rheumakranke über
Veränderungen seiner Verhaltensstrukturen in der Lage ist, seine Krankheit zu beeinflussen?
Wenn man die Seele vergisst, wird die Krankheit sich schwerlich heilen lassen.
Nur wenn ich weiß, welche Macken ich habe, kann ich mich ändern.
Welche Verhaltensstrukturen finden wir häufig bei Rheumatikern?
Oft zeigen sie große Geduld und vor ihrer Krankheit überstarke Aktivität.
Sie opfern sich für andere auf.
Sie sind sehr verletzt, wenn andere ihre Opfer nicht annehmen wollen.
Immer auf der Flucht vor sich selbst, wollen sie die innere Starre übertünchen.
Zum Teil erkennt man Züge zur Über-Gewissenhaftigkeit.
Dabei sind sie auch durchaus depressiv, wenn sie sich für andere opfern, pausenlos aufopfern möchten, jene dies aber nicht wollen.
Rheumatiker bleiben so lange Rheumatiker, wie sie Angst davor haben zu hinterfragen, warum diese Opferbereitschaft und Fügsamkeit vorliegt.
Ablagerung,Steinbildung, Gicht und Sklerose sind als Verhärtungen die Stationen unserer Wege zur Bequemlichkeit.
Die erste Stelle unseres Körpers, die von Rheuma befallen wird, gibt Zeugnis über unsere größte seelische „Macke“.
Diese gilt es zu entblocken.dann werden wir leicht und frei.
Rheumatiker sind also aktive, bewegliche, gelenkige und unruhige Menschen, über die
die Polyarthritis so lange ihre Starre und Steifigkeit verhängt, bis die Deformierungen sie zur endgültigen Ruhe zwingt.
Es macht den Eindruck, als ob hier ein Zuviel an Bewegung und Aktivität durch Starre korrigiert wird."
Dieser Absatz stammt aus dem Buch: Thorwald Dethlefsen/Rüdiger Dahlke: Krankheit als Weg.
Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder. 1983
LG