Die Diagnose meines Mann war trotzdem ein heftiger Schock. Aber wir hatten Zeit und ich war mental schon lange vorbereitet, auch ein Stück weit in Sachen Behandlung.
Bei meinem Mann ging ja eine heftige Prostataentzündung dem Ganzen voraus. Er hatte eine Zeit lang einen künstlichen Ausgang, weil er plötzlich nicht mehr pinkeln konnte und dann eine halbseitige Prostata-OP, da er bei der OP ein Quincke-Ödem bekam, so dass die OP abgebrochen werden musste.
Er hatte kein Arztgespräch. Er bekam nur einen Brief mit Diagnose, Klassifizierung und dass er eine Total-OP machen lassen müsse, die in meinen Augen unbedingt zu vermeiden ist. Denn dabei wird die Harnröhre durchtrennt und wieder zusammengenäht, was für eine Menge Komplikationen sorgen kann. Zudem eine Art Anweisung für eine Ganzkörper-Szintigraphie, die bei einem PSA ab 10 vorgeschrieben wäre.
Habe erstmal die Beurteilung ausgewertet und dafür gesorgt, dass mein Mann nicht wie viele andere mental zusammenbricht, was sogar seinem Arzt aufgefallen ist.
Habe auch dafür gesorgt, dass er erst gar keine Ganzkörper-Szintigraphie mit einer Menge radioaktivem Kontrastmittel macht. Da war ich sehr stark dagegen. Habe ihm erklärt warum ich dagegen bin und ihm gesagt, dass er sonst für längere Zeit im Gästebett schlafen könnte. Das hat genügt.
Ich bin sehr froh, dass das alles so geklappt hat, wie ich mir das mit Hilfe aus der Schweiz ausgedacht hatte. Denn die Monate bis zur angedachten Total-OP haben gereicht, damit er keine mehr gebraucht hat. Und ich hatte, was den Brokkoli angeht schon während des Krankenhausaufenthalts meines Mannes Unterstützung und Beratung von einem schweizer Ex-User bei symptome, der mich zur Durchführung sogar finanziell unterstützt hätte, obwohl er mich nur aus dem Forum kannte.
Habe bei etlichen Freunden und Bekannten erlebt, dass sie während einer Krebsbehandlung gestorben sind, wie sie gelitten und sich gequält haben und am Ende elendig verreckt sind. Deshalb für mich auch keine Krebs-Vorsorge. Es waren nicht nur mein Opa und mein Bruder, der so rücksichtsvoll war mich das Elend nicht miterleben zu lassen.
Habe auch erlebt, wie mehrere Menschen mit denen ich durch symptome Jahre lang Kontakt hatte, einer war sehr aktiv und hat im Forum sogar viel Wert auf Nahrungsergänzungsmittel und gesunde Ernährung gelegt und war total gegen die schulmedizinische Krebsbehandung, andere hatten eigentlich eine sehr kritische Einstellung und waren ebenfalls gegen die schulmedizinische Krebsbehandlung, irgendwann eine Krebsdiagnose bekommen haben und alles war anders. Der Schock durch die Diagnose, die Symptome der Erkrankung, die allgemeine Ratlosigkeit in der völlig neuen Situation, die Angst, der Druck durch die Familie, die durch die Ärzte gepredigte Alternativlosigkeit.
Nachdem ich keine Emails mehr von dem einen User- auch ein Schweizer, bekommen habe, habe ich damals seine Traueranzeige gesucht und gefunden.
Meine Freundin, auch ein symptome-Kontakt, mit der ich Jahrelang engsten Telefon- und Emailkontakt hatte und der ich auch in Sachen eines betrügerischen Arztes geholfen hatte, hat sich die Chemo schon geben lassen, da war noch kein Port gelegt.
Massiver Druck von der Familie. Privatversicherten wird auch noch besonders viel angeboten und bezahlt. Auch sie verreckt.
Es war jedes Mal so, als würde ich gleich wissen, dass ich den Menschen verlieren werde.
Ich habe vor einigen Jahren beim gbe ausgewertet, wie viele Menschen mit Krebs sterben. Und es waren prozentual mehr Menschen als vor Jahrzehnten, als sie noch viel stärker wie die Metzger gearbeitet haben. Da ist meiner Ansicht nach keine Besserung der Behandlung in Sicht.
Winnie, es ist nicht so, dass ich nicht akzeptiere, dass andere einen anderen Weg gehen. Ich denke durchaus das die Maßnahmen von der Aggressivität des Tumors abhängen sollten und freue mich natürlich über jeden, der sich geheilt hat.
Petroleum ist für mich halt nicht der ideale Weg und wäre für mich keine Option. Dazu bin ich schon durch meine Sicherheitsausbildung viel zu negativ zu diesem Stoff eingestellt. Ich selbst wäre aber auch viel zu ungeschickt dafür, mit solchen Gefahrstoffen sicher zu hantieren, da ich bei jedem 2. Kaffee kleckere und motorisch sehr ungeschickt bin. Auch wenn es mir nach deiner Beschreibung und der von Manfred als eine geradezu einfache Option erscheint.
Und du weißt ja, es gilt immer "was heilt, hat Recht" und natürlich ist alles besser, als die schulmedizinische Krebsbehandlung.
Das steht für mich schon lange völlig außer Frage.